IndustrieStadt Baden – 2016
Historisches Museum Baden
Stadt in der Stadt, Verbotene Stadt, Baden-Nord: allein die Begriffe, die dem 22 Hektaren grossen BBC-Areal im Haselfeld zugeschrieben werden, lassen einen vermuten, dass es zwischen der Stadt Baden und der Firma BBC /ABB eine Wechselwirkung gibt. Doch beeinflussten sich die Bürgerstadt und der Industriekonzern in der 125-jährigen Firmengeschichte tatsächlich? Wenn ja, in welcher Form? Und welche Auswirkungen hatte dies für beide Seiten?
Die von Charles Brown (1863 – 1924) und Walter Boveri (1865 – 1924) 1891 gegründete Firma BBC hinterlässt bis heute markante Spuren in Baden. Umgekehrt prägte auch die Stadt die Entwicklung des ehemaligen BBC-Konzerns zur heutigen ABB laufend mit. Die Sonderausstellung beleuchtet die vielseitigen Beziehungen zwischen Baden und seiner Industrie, indem sie Menschen zu Wort kommen lässt.
Es gibt unzählige Personen in der Region Baden, in deren Biografien die BBC auftaucht: Grosseltern, die einst wegen der BBC in die Schweiz gekommen sind. Mütter und Väter, die sich dank der BBC kennengelernt haben. Töchter und Söhne, die in den BBC-Arbeitersiedlungen «Dynamoheim», «Wyden» oder «Brisgi» aufgewachsen sind. Firmenmanager und Stadtvertreter, die sich für eine Zukunft nach der Fusion von BBC und Asea zu ABB stark machten. Es sind zahlreiche Schicksale und Erinnerungen, die mit der Erfolgsgeschichte der Firmen verbunden sind. Davon zeugen die persönlichen Interviews an den vielen Hörstationen in der Ausstellung.
Die Geschichten stehen stellvertrn stellvertretend für das Geflecht zwischen Mensch, Industrie und Stadt, welches auch an anderen Orten Industriegeschichte schrieb. Neben den vielen Berichten der direkt Betroffenen, wird auch der Blick «von aussen» gezeigt: Texte von Schriftstellern, Werke von Künstlern, Reportagen von Journalisten und zahlreiche Fotografien beleuchten bisherige Geschichten aus einem neuen Blickwinkel.



